Sonntag Mittag in Faistenhaar – 1km Stau

Am Sonntag. 2. August fuhr unser GRÜNER Faistenhaarer Thomas zufällig zur Mittagszeit Richtung Süden. Da staunte er nicht schlecht, als er an diesem Sonntag die Autokarawane des Rückreiseverkehrs aus den Sommerferien im Süden passieren musste. Knapp 2 Minuten fuhr er an dem kilometerlangen Stau auf der Miesbacher Straße entlang Richtung Kreuzstraße.

Für die Faistenhaarer Bürger, die an der Miesbacher Straße und an der Ottobrunner Straße wohnen, ist das ein großes Ärgernis. Eine engagierte Anwohnerin berichtete schon nach den Pfingstferien: „Für die Anwohner bedeutet dies inzwischen eine massive Einschränkung der Lebensqualität. Teilweise ist es kaum mehr möglich, Grundstücke oder Garagen gefahrlos zu verlassen. Hinzu kommen erhebliche Lärm- und Abgasbelastungen, die insbesondere für Senioren, Kinder sowie gesundheitlich beeinträchtigte Personen nicht länger zumutbar sind.“

Die Staus gibt es immer dann, wenn Bundesländer in Ferien starten oder diese enden und an vielen Wochenenden wo schönes Ausflugswetter herrscht oder sich schlicht Unfälle auf der A8 ereignen. Google Maps und andere Navi-Systeme führen die gestressten Autofahrer noch durch den kleinsten Weiler in der Hoffnung auf freie Fahrt.

Faistenhaarer Bürger fordern Durchfahrtsverbote für den Ausweichverkehr bei Stau auf Autobahnen, wie dies in einigen bayrischen Orten entlang der A8 durchgesetzt wurde: Aschau, Bad Aibling, Bad Feilnbach, Rohrdorf, Samerberg und Rosenheim (aus BSZ Bayerische Staatszeitung).

Für Autobahnabfahrtsverbote sind als Straßenverkehrsbehörden die Landratsämter und nicht die Gemeinden zuständig. Ebenso eingeengt wird der Handlungsspielraum der Gemeinde, weil zwei Staatsstraßen Faistenhaar und Hofolding queren. Ob es dennoch Möglichkeiten der Einflußnahme für die Gemeinde Brunnthal gibt, wird sicherlich Thema der nächsten Gemeinderatssitzungen sein.

In GRIES AM BRENNER gab es am 30. Mai eine Demonstration und Sperrung der Brenner Autobahn, wo die leidgeplagten Anwohner ihrem Unmut Luft verschafften. Der massenhafte Autoverkehr hat sich an vielen Orten zur Plage entwickelt. Lärm und Staub- und Abgasbelastung gehören für viele Menschen zum Alltag. Abhilfe kann eigentlich nur eine Umkehr in der Verkehrspolitik schaffen. Mehr autofreie Lebensbereiche in Städten und Gemeinden, Geschwindigkeitsbegrenzungen und die Förderung der Nutzung des ÖPNV sowie des Fahradverkehrs können hier Linderung verschaffen. Generell könnten wir nach dem Motto „Weniger ist Mehr“ auf manche Fahrt mit dem geliebten Automobil verzichten und etwas für unser Herz-Kreislaufsystem tun und aufs Fahrrad umsteigen.

Autor: Bernhard Hartl  

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